Features im Radio

Features

Samstag 09:00 Uhr MDR KULTUR

Mir zur Freude und denen zum Trotz

Das Schicksal des Radrennfahrers Wolfgang Lötzsch Von Karl Lotz Der Chemnitzer Wolfgang Lötzsch, Jahrgang 1952, gehörte zu den besten Radrennfahrern der DDR. Kurz vor den Olympischen Spielen in München 1972 eröffnete die Klubleitung dem damals 19-jährigen Lötzsch das Ende seiner Karriere. Grund: Zwei Karl-Marx-Städter Genossen wollten die Bürgschaft für den Athleten nicht übernehmen. Es folgten ein Rausschmiss aus dem Sportverein und einer aus der Nationalmannschaft. Doch Lötzsch siegte weiter als "Volkssportler" der Betriebssportgruppe Wismut gegen Friedensfahrt- und Olympiasieger und Weltmeister. Den Sportfunktionären und Genossen der DDR passte das nicht. Um den sportlichen Erfolg des Rennfahrers zu verhindern, schreckten sie sogar vor einer 10-monatigen Inhaftierung nicht zurück. 2012 wurde Wolfgang Lötzsch in die "Hall of Fame des deutschen Sports" aufgenommen. Karl Heinz Lotz, geboren 1946 in Teicha bei Halle/Saale. Abitur in den Franckeschen Stiftungen Halle, danach Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg und Arbeit als Autor und Regisseur für die DEFA. Nach der Wende freier Autor und Dozent an Filmhochschulen. Für den Hörfunk schrieb er unter anderem die Features "Mächtig gewaltig - Würchwitz, ein Dorf in Sachsen-Anhalt" (MDR 2010) und "Der Kinomann" (MDR 2012). Regie: Tobias Barth Produktion: MDR 2004 (26 Min.)

Samstag 09:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Mir zur Freude, und denen zum Trotz Das Schicksal des Radrennfahrers Wolfgang Lötzsch Von Karl Lotz Regie: Tobias Barth Produktion: MDR 2004

Samstag 09:05 Uhr Ö1

Hörbilder

Ö1 Themenwoche "KIndheit" Frau Klopf und ihre Kinderschar. Einblicke in eine der größten Familien Österreichs. Feature von Ernst Weber. (Wh. v. 11.01.2020) Regina Klopf brachte 17 Kinder zur Welt. Sie lebte mit ihrem Mann - einem Holzarbeiter - und der größer werdenden Kinderschar in einfachen Verhältnissen. 1968 bezog die Familie ein desolates Herrenhaus in Opponitz in Niederösterreich. Die Kinder waren auf Kleiderspenden angewiesen, schliefen zu dritt in einem Bett, ernährten sich von Polenta und Kartoffeln und unterstützten sich gegenseitig bei den Schulaufgaben. Das Essen erfolgte in mehreren Durchgängen. Gemeinsam hatte die vermutlich kinderreichste Familie des Landes nicht genug Platz am Tisch. Bereits berufstätige Geschwister zahlten Kostgeld und trugen zum Familieneinkommen bei. Trotzdem genossen die Kinder das Aufwachsen im großen Familienverband: In dem Trubel war es nicht langweilig und es fand sich immer jemand zum Spielen. Regina Klopf ist mittlerweile über 80 Jahre alt und an Demenz erkrankt. Sie lebt mit ihrem querschnittsgelähmten Sohn Kurt und dessen Lebensgefährtin im renovierten Herrenhaus. Der Familienzusammenhalt ist groß: Viele der Kinder besuchen die Mutter regelmäßig und kümmern sich um sie. Regina Klopf hat eine neue Aufgabe bekommen: Mit genau der gleichen Hingabe wie einst ihre eigenen Kinder "versorgt" sie nun zwei Babypuppen. Sprecher: Till Firit, Peter Strauss, Barbara Braun, Ursula Scheidle, Andreas Maurer Ton: Fridolin Stolz Redaktion: Natasa Konopitzky

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Eine Liebe gegen Pinochet Was passiert, wenn der Feind plötzlich weg ist? Von Matthias Zuber Während in Chile ein Plebiszit der noch aus der Diktatur stammenden Verfassung ein Ende setzen will, blicken eine Frau und ein Mann zurück: Auf ihre Geschichte als Paar, die auch eine Geschichte des Widerstands war. Als Susanne und Marcelo sich kennenlernen, wird im Andenland gefoltert und gemordet. Marcelo ist Teil der chilenischen Band Inti Illimani. Im italienischen Exil macht er Musik gegen die Militärdiktatur in seinem Heimatland. Susanne, aus Berlin stammend, studiert. Sie heiratet Marcelo und mit ihm die Intis. Ihr Leben ist bestimmt vom Kampf gegen Pinochet, vehementen politischen Debatten und dem Tourplan der Band. 1988 endet die Militärdiktatur. Kein Feind mehr. Und dann? Was bedeutet der Wegfall der "klaren Fronten" für die Identität? Wie hat der Verlust der mächtigen Narrative die Welt verändert? - Im Großen; aber auch im Privaten? Produktion: SWR/WDR 2020 Wiederholung: So 15.04 Uhr

Samstag 12:05 Uhr Bayern 2

Zeit für Bayern

Tasten-Träume aus Bayreuth 200 Jahre Steingraeber & Söhne Von Andreas Höfig "In eine andere Welt versinken ..." 200 Jahre Bücher Pustet und die Zukunft des Lesens Von Angelika Schüdel Wiederholung um 21.05 Uhr Tasten-Träume aus Bayreuth 200 Jahre Steingraeber & Söhne Von Andreas Höfig Ein bayerisches Traditionsunternehmen feiert 2020 sein 200-jähriges Jubiläum und der derzeitige Patron, Udo Schmidt-Steingraeber, sein 40-jähriges als Geschäftsführer. In der siebten Generation baut das Familienunternehmen in Bayreuth Klaviere und Flügel in bester Handwerkstradition. Das Feature zeigt die Schritte von der Holzauswahl bis zum Intonieren eines Instrumentes und auch den extremen Wandel der Klavierbau-Branche, die sich schon immer durch Innovationen ausgezeichnet hat. Auch Steingraeber & Söhne verbindet die Tradition mit neuen technischen Erfindungen und Kniffen. So entstehen zeitgemäße Instrumente "made in Germany", für Hochschulen, Konzertsäle und Liebhaber. Das Steingraeber-Haus bietet neben der Manufaktur auch ein Museum mit historischen Instrumenten. Drei Künstlerappartements beherbergen Pianistinnen und Pianisten von Weltrang, die in den beiden hauseigenen Konzertsälen gastieren. Und so ist Bayreuth nicht nur berühmt für Richard Wagner, der seine Gralsglocke bei Steingraeber bestellte, sondern auch für ein Stück deutscher Klavierbaugeschichte. "In eine andere Welt versinken ..." 200 Jahre Bücher Pustet und die Zukunft des Lesens Von Angelika Schüdel Es ist nicht selbstverständlich, dass der Pustet-Verlag auch nach 200 Jahren noch existiert. In seiner Firmengeschichte erlebte das Familienunternehmen viele Krisen. Während des Zweiten Weltkrieges drohte vorübergehend das Aus und auch danach ging es für die Pustets nur langsam wieder aufwärts. Aber die Firma zeigte sich flexibel und äußerst anpassungsfähig. Diese Flexibilität ist auch heute noch notwendig für den Verlag mit Sitz in Regensburg, denn in digitalen Zeiten muss sich das Buch behaupten. Wie konnten die Pustets ihr Unternehmen über die 200 Jahre immer wieder retten und wie konnten sie sich halten in einer Gegenwart, in der das Buch - vermeintlich - ums Überleben kämpft? Die Zeit-für-Bayern-Autorin Angelika Schüdel beantwortet diese Fragen in ihrem Porträt über einen besonderen Verlag, der nicht nur Texte von Karl May herausgebracht, sondern auch Hitlers "Mein Kampf" verlegt hat - sich andererseits aber einen Namen machte als "der" katholische Verlag in Bayern.

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

das ARD radiofeature

Ein Feature über die zerschlagene Revolution Von Martin Durm SWR 2020 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Kairo - bald zehn Jahre nach dem Arabischen Frühling. Von den Träumen der demonstrierenden Menschen auf dem Tahrir-Platzes ist nichts übrig geblieben. Viele von denen, die 2011 für ein freies, besseres Leben kämpften, haben resigniert. Oder sie sind geflüchtet. Oder sie sitzen in den Gefängniszellen des Militärregimes. Internationale Beobachter gehen von mehr als 60.000 politischen Gefangenen aus. Unter Machthaber Abdel Fatah al-Sisi werden nicht nur Moslembrüder gejagt, sondern auch liberale Politiker, Blogger, Journalisten, NGO-Mitarbeiter. Die Repression hat in den vergangenen drei Jahren derart brutale Ausmaße angenommen, dass etliche Regimekritiker inzwischen dem früheren Machthaber Hosni Mubarak nachtrauern. Mubarak, sagen sie, habe ihnen wenigstens noch ein wenig Luft zum Atmen gelassen. Al-Sisis diktatorischer Regierungsstil kommt derweil im Westen gut an. Weil er Dschihadisten bekämpft und Migranten den Weg nach Europa verwehrt, wird das Regime hofiert und hochgerüstet. 2019 war Ägypten der wichtigste Empfänger deutscher Rüstungsexporte außerhalb der EU.

Samstag 14:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Herbst 1929 - Schatten über Babylon (3/6) Eine sechsteilige Podcastserie von Volker Heise Teil 3: Der frühe Tod Idee und Buch: Volker Heise Musik: Thomas Fehlmann Schnitt/Produktion: Stephan Lindner Recherche: Lea Brinkschulte Produktion: rbb/WDR/RB 2020

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Der Kuss der Schönheit Taormina und die Erotik einer Stadt Von Andreas Pehl Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Es ist ein bisschen das Neuschwanstein Siziliens: Taormina. Berühmt ist der spektakuläre Blick aus dem griechischen Theater über die Bucht von Giardini Naxos auf den Vulkan Ätna. Der Massentourismus hat die Stadt heute fest in der Hand. Doch im 19. Jahrhundert war Taormina die Muse für Literaten, Maler und Musiker. Der Fotograf van Gloeden machte die Jungen der Stadt berühmt, die er, hart an der Grenze zwischen Aktkunst und Pornografie nackt vor antiken Säulen posieren ließ. Hier wurde D. H. Lawrence durch eine Affäre seiner Frau mit einem Eselstreiber zum Skandalroman "Lady Chatterlys Lover" inspiriert, hier adoptierte 1908 zum ersten Mal ein schwules Paar ein Kind. Richard Wagner, Karol Szymanowski und Ernst Boehe genossen ihre Tage in der vibrierenden Stadt, Richard Strauss komponierte hier an "Guntram" und "Daphne". Und Johannes Brahms fand in Taormina "die sonnige Gegenwart voll Luft und Pracht und die hehre Vergangenheit, einander wie Schwestern in einem Kuss der Schönheit, den das Herz nicht vergessen kann". Wenn heute am Abend endlich etwas Ruhe einkehrt, dann kommen die Einheimischen aus ihren Häusern zur Passeggiata, dem allabendlichen Spaziergang. Und dann kann man die Erotik der Stadt unterhalb des Monte Venere, des Venusberges, immer noch ein bisschen spüren, die einst die Künstler so inspirierte, meint Andreas Pehl.

Samstag 17:04 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit: Ägypten unter Al-Sisi

Ein Feature über die zerschlagene Revolution das ARD radiofeature Von Martin Durm Kairo - bald zehn Jahre nach dem Arabischen Frühling. Von den Träumen der demonstrierenden Menschen auf dem Tahrir-Platzes ist nichts übrig geblieben. Viele von denen, die 2011 für ein freies, besseres Leben kämpften, haben resigniert. Oder sie sind geflüchtet. Oder sie sitzen in den Gefängniszellen des Militärregimes. Internationale Beobachter gehen von mehr als 60.000 politischen Gefangenen aus. Unter Machthaber Abdel Fatah al-Sisi werden nicht nur Moslembrüder gejagt, sondern auch liberale Politiker, Blogger, Journalisten, NGO-Mitarbeiter. Die Repression hat in den vergangenen drei Jahren derart brutale Ausmaße angenommen, dass etliche Regimekritiker inzwischen dem früheren Machthaber Hosni Mubarak nachtrauern. Mubarak, sagen sie, habe ihnen wenigstens noch ein wenig Luft zum Atmen gelassen. Al-Sisis diktatorischer Regierungsstil kommt derweil im Westen gut an. Weil er Dschihadisten bekämpft und Migranten den Weg nach Europa verwehrt, wird das Regime hofiert und hochgerüstet. 2019 war Ägypten der wichtigste Empfänger deutscher Rüstungsexporte außerhalb der EU.

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radiofeature: Ägypten unter Al-Sisi

Kairo - bald zehn Jahre nach dem Arabischen Frühling. Von den Träumen der demonstrierenden Menschen auf dem Tahrir-Platzes ist nichts übrig geblieben. Viele von denen, die 2011 für ein freies, besseres Leben kämpften, haben resigniert. Oder sie sind geflüchtet. Oder sie sitzen in den Gefängniszellen des Militärregimes. Internationale Beobachter gehen von mehr als 60.000 politischen Gefangenen aus. Unter Machthaber Abdel Fatah al-Sisi werden nicht nur Moslembrüder gejagt, sondern auch liberale Politiker, Blogger, Journalisten, NGO-Mitarbeiter. Die Repression hat in den vergangenen drei Jahren derart brutale Ausmaße angenommen, dass etliche Regimekritiker inzwischen dem früheren Machthaber Hosni Mubarak nachtrauern. Mubarak, sagen sie, habe ihnen wenigstens noch ein wenig Luft zum Atmen gelassen. Al-Sisis diktatorischer Regierungsstil kommt derweil im Westen gut an. Weil er Dschihadisten bekämpft und Migranten den Weg nach Europa verwehrt, wird das Regime hofiert und hochgerüstet. 2019 war Ägypten der wichtigste Empfänger deutscher Rüstungsexporte außerhalb der EU. Autor: Martin Durm Produktion: SWR 2020 Redaktion: Wolfram Wessels

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Der Zusammenstoß Requiem für John Braasch Von Egon Koch Regie: der Autor Mit: Annette Wunsch und Sebastian Mirow Ton und Technik: Ute Hesse und John Krol Produktion: SWR 2019 Länge: 54"05 In den Morgenstunden des 4. Mai 2017 rast ein Auto mit 145 km/h frontal in ein anderes hinein. Vier Menschen sind in den Zusammenstoß verwickelt, einer davon stirbt. Die Angehörigen stehen vor vielen Fragen. In den Morgenstunden des 4. Mai 2017 rast in der Hamburger City ein gestohlenes Auto mit 145 km/h frontal in ein Taxi hinein. Vier Menschen sind in den Zusammenstoß verwickelt. Der junge Barkeeper und Künstler John Braasch stirbt an Ort und Stelle. Die anderen drei sind schwerverletzt, darunter der Todesfahrer, ein Kleinkrimineller auf der Flucht vor der Polizei. Welche Lebenswege führten die Beteiligten zur gleichen Zeit an den Ort des Unfalls? Und wieso kam es dazu? Zufall? Unglück? Schicksal? Was hätte geschehen müssen, um den Unfall zu vermeiden? Für das Hamburger Landgericht handelt es sich um Mord und zweifachen Mordversuch. Es verurteilt den Todesfahrer zu lebenslanger Haft. Ein Novum. 2019 bestätigt der Bundesgerichtshof das erste Mordurteil im Straßenverkehr. Für die Überlebenden stellt sich jedoch noch eine weitere Frage: Wie leben angesichts des jederzeit möglichen Todes? Egon Koch, geboren in Bühl/Baden, verbrachte seine Kindheit auf dem Rheinschiff "Rabelais" und studierte an der FU Berlin. Mitte der 1980er Jahre begann er in Paris für Radio France zu arbeiten. Bis heute veröffentlichte er zahlreiche Erzählungen, Romane, Radiofeatures und den Dokumentarfilm "Mordfall: John Lennon". Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den dokKa-Preis Hördokumentation für "Die Draufgängerin - Meine Tochter und ich" (2016).

Samstag 21:05 Uhr Bayern 2

Zeit für Bayern

Tasten-Träume aus Bayreuth 200 Jahre Steingraeber & Söhne Von Andreas Höfig "In eine andere Welt versinken ..." 200 Jahre Bücher Pustet und die Zukunft des Lesens Von Angelika Schüdel Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Tasten-Träume aus Bayreuth 200 Jahre Steingraeber & Söhne Von Andreas Höfig Ein bayerisches Traditionsunternehmen feiert 2020 sein 200-jähriges Jubiläum und der derzeitige Patron, Udo Schmidt-Steingraeber, sein 40-jähriges als Geschäftsführer. In der siebten Generation baut das Familienunternehmen in Bayreuth Klaviere und Flügel in bester Handwerkstradition. Das Feature zeigt die Schritte von der Holzauswahl bis zum Intonieren eines Instrumentes und auch den extremen Wandel der Klavierbau-Branche, die sich schon immer durch Innovationen ausgezeichnet hat. Auch Steingraeber & Söhne verbindet die Tradition mit neuen technischen Erfindungen und Kniffen. So entstehen zeitgemäße Instrumente "made in Germany", für Hochschulen, Konzertsäle und Liebhaber. Das Steingraeber-Haus bietet neben der Manufaktur auch ein Museum mit historischen Instrumenten. Drei Künstlerappartements beherbergen Pianistinnen und Pianisten von Weltrang, die in den beiden hauseigenen Konzertsälen gastieren. Und so ist Bayreuth nicht nur berühmt für Richard Wagner, der seine Gralsglocke bei Steingraeber bestellte, sondern auch für ein Stück deutscher Klavierbaugeschichte. "In eine andere Welt versinken..." 200 Jahre Bücher Pustet und die Zukunft des Lesens Von Angelika Schüdel Es ist nicht selbstverständlich, dass der Pustet-Verlag auch nach 200 Jahren noch existiert. In seiner Firmengeschichte erlebte das Familienunternehmen viele Krisen. Während des Zweiten Weltkrieges drohte vorübergehend das Aus und auch danach ging es für die Pustets nur langsam wieder aufwärts. Aber die Firma zeigte sich flexibel und äußerst anpassungsfähig. Diese Flexibilität ist auch heute noch notwendig für den Verlag mit Sitz in Regensburg, denn in digitalen Zeiten muss sich das Buch behaupten. Wie konnten die Pustets ihr Unternehmen über die 200 Jahre immer wieder retten und wie konnten sie sich halten in einer Gegenwart, in der das Buch - vermeintlich - ums Überleben kämpft? Die Zeit-für-Bayern-Autorin Angelika Schüdel beantwortet diese Fragen in ihrem Porträt über einen besonderen Verlag, der nicht nur Texte von Karl May herausgebracht, sondern auch Hitlers "Mein Kampf" verlegt hat - sich andererseits aber einen Namen machte als "der" katholische Verlag in Bayern.

Samstag 21:05 Uhr BR-Heimat

Zeit für Bayern

Tasten-Träume aus Bayreuth 200 Jahre Steingraeber & Söhne Von Andreas Höfig "In eine andere Welt versinken ..." 200 Jahre Bücher Pustet und die Zukunft des Lesens Von Angelika Schüdel Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Tasten-Träume aus Bayreuth 200 Jahre Steingraeber & Söhne Von Andreas Höfig Ein bayerisches Traditionsunternehmen feiert 2020 sein 200-jähriges Jubiläum und der derzeitige Patron, Udo Schmidt-Steingraeber, sein 40-jähriges als Geschäftsführer. In der siebten Generation baut das Familienunternehmen in Bayreuth Klaviere und Flügel in bester Handwerkstradition. Das Feature zeigt die Schritte von der Holzauswahl bis zum Intonieren eines Instrumentes und auch den extremen Wandel der Klavierbau-Branche, die sich schon immer durch Innovationen ausgezeichnet hat. Auch Steingraeber & Söhne verbindet die Tradition mit neuen technischen Erfindungen und Kniffen. So entstehen zeitgemäße Instrumente "made in Germany", für Hochschulen, Konzertsäle und Liebhaber. Das Steingraeber-Haus bietet neben der Manufaktur auch ein Museum mit historischen Instrumenten. Drei Künstlerappartements beherbergen Pianistinnen und Pianisten von Weltrang, die in den beiden hauseigenen Konzertsälen gastieren. Und so ist Bayreuth nicht nur berühmt für Richard Wagner, der seine Gralsglocke bei Steingraeber bestellte, sondern auch für ein Stück deutscher Klavierbaugeschichte. "In eine andere Welt versinken..." 200 Jahre Bücher Pustet und die Zukunft des Lesens Von Angelika Schüdel Es ist nicht selbstverständlich, dass der Pustet-Verlag auch nach 200 Jahren noch existiert. In seiner Firmengeschichte erlebte das Familienunternehmen viele Krisen. Während des Zweiten Weltkrieges drohte vorübergehend das Aus und auch danach ging es für die Pustets nur langsam wieder aufwärts. Aber die Firma zeigte sich flexibel und äußerst anpassungsfähig. Diese Flexibilität ist auch heute noch notwendig für den Verlag mit Sitz in Regensburg, denn in digitalen Zeiten muss sich das Buch behaupten. Wie konnten die Pustets ihr Unternehmen über die 200 Jahre immer wieder retten und wie konnten sie sich halten in einer Gegenwart, in der das Buch - vermeintlich - ums Überleben kämpft? Die Zeit-für-Bayern-Autorin Angelika Schüdel beantwortet diese Fragen in ihrem Porträt über einen besonderen Verlag, der nicht nur Texte von Karl May herausgebracht, sondern auch Hitlers "Mein Kampf" verlegt hat - sich andererseits aber einen Namen machte als "der" katholische Verlag in Bayern.

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