WDR5

Neugier genügt

TranssexualitätMit Jürgen Wiebicke Feature: Transsexualität: Ulrika Schöllner; Redezeit mit Uwe Pahl, ehem. Kapitän des deutschen Forschungsschiffes "Polarstern" über die polare Seidenstraße zur vollen Stunde WDR aktuell
Dienstag 04:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Wenn Wut explodiert

GewaltpräventionNeue Wege in der Gewaltprävention (2). Gestaltung: Ute Maurnböck Wie entsteht Wut, wie kann man die Gewaltspirale durchbrechen und noch besser: Wie kann man Gewalt präventiv verhindern? Feminizide, also Frauenmorde haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Weltweit, aber auch in Österreich. Die Gesetze, die Frauen schützen sollen, gelten als gut, allerdings ist die Zahl an Plätzen in Frauenhäusern laut Expert/innen zu niedrig. Sie kritisieren auch, dass voriges Jahr weniger Betretungsverbote ausgesprochen wurden, also die Polizei Gewalttätern nicht den Zutritt zu gemeinsamen Räumlichkeiten verwehrt hat. Ein weiterer Kritikpunkt: Funktionierende Projekte wurden gestrichen - das Projekt MARAC (Multi-Agency Risk Assessment Conference) zum Beispiel, in dem die Polizei fix eingebunden und an Präventivarbeit zu Verhinderung von schwerer Gewalt tätig war. Gründe, warum Frauen in gewalttätigen Beziehungen bleiben, sind unter anderem die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Partner und das Verharmlosen von männlicher Gewalt. Körperliche Gewalt an Männern findet in den meisten Fällen außerhalb der eigenen vier Wänden statt, innerhalb der Familie ist sie vorwiegend psychischer Natur. Als Opfer, auch wenn sie nicht direkt von Gewalt betroffen sind, gelten Kinder in gewalttätigen Beziehungen. Seit nunmehr 30 Jahren - der Internationale Tag der Kinderrechte wird jedes Jahr am 20. November begangen - setzt sich die UN-Kinderrechtskonvention für Kinderrechte ein, für ein Leben, in dem sich Kinder möglichst gut entfalten können. Österreich hat sich vor 20 Jahren mit einem Gesetz dem Prinzip der "gewaltfreien Erziehung" verpflichtet, die "gesunde Watsche" sollte es nicht mehr geben. Dass Eltern nach wie vor ihrem Zorn mit psychischer und physischer Gewalt Luft machen, ist allerdings Fakt. Inzwischen gibt es österreichweit wie international viele Projekte, die mit Täter/innen wie Opfern arbeiten. In Graz und am Balkan zeigt die Arbeit an männlichen Rollenbildern große Erfolge. In Brasilien bemühen sich NGOs, Jugendlichen aus gewalttätigen Milieus Wege in ein anderes, gewaltfreies Leben zu zeigen: durch kreative künstlerische Arbeiten etwa oder auch durch sozialarbeiterische Maßnahmen. Inhaftierten Jugendlichen zum Beispiel sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, die verhindern sollen, dass sie wieder ins Gefängnis kommen, aber auch ein Leben außerhalb dominierender, gewalttätiger Gangs aufbauen können.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Ben HurWilliam Wyler Ben Hur und die Oscars Alfred Hitchcock Der Meister der Suspense Das Kalenderblatt 19.11.1862 Österreichischer Alpenverein gegründet Von Regina Fanderl William Wyler - Ben Hur und die Oscars Autor und Regie: Frank Halbach Das Wagenrennen aus dem Monumentalfilm "Ben Hur" von 1959 gilt noch heute vielen als eine der wichtigsten Actionszene des Farbfilms. Der Streifen gewinnt rekordverdächtige elf Oscars. Für den Regisseur William Wyler ist es bereits der dritte Oscar seiner Karriere, und "Ben Hur" macht ihn endgültig zur Regie-Legende der "goldenen Jahre" Hollywoods. Wylers Karriere - das ist die Geschichte Hollywoods: Er kommt 1920 nach Amerika, beginnt als Laufbursche bei den Universal Studios, wird Regieassistent, dreht dann am Fließband produzierte Stummfilmwestern, macht sich dann einen Namen als ein Erzähler psychologischer Geschichten mit sozialem Hintergrund. Er dreht Komödien und Thriller, Western und Musicals, Sittenbilder und Polizeifilme. Am Set verlangt er mit seiner Akribie den Schauspielern alles ab und erwirbt sich den Ruf eines präzisen Handwerkers der Filmkunst - in Hollywoods Augen ein Kompliment. Zwölf Mal wird Wyler für den Oscar als bester Regisseur nominiert, öfter als irgend jemand vor oder nach ihm. Bis zum Schluss reizte es ihn, neue Genres zu erkunden und sich als so vielseitig als möglich zu erweisen. Alfred Hitchcock - Der Meister der Suspense Autorin und Regie: Dorit Kreissl "Ich möchte dem Publikum heilsame moralische Schocks versetzen. Die Zivilisation nimmt uns heute so in Obhut, dass es nicht mehr möglich ist, sich instinktiv eine Gänsehaut zu besorgen." Und Alfred Hitchcock sorgte für reichlich Gänsehaut in vielen seiner Filme, etwa in Psycho, Vertigo, Die Vögel, Der unsichtbare Dritte, Das Fenster zum Hof oder Berüchtigt. Sie sind heute Klassiker. In seinen Filmen lebte Hitchcock auch seine Obsessionen aus. Der Mann, der die Angst so trefflich inszenierte, war selbst ein furchtsamer Mensch. Er war ein dickliches, einzelgängerisches Kind gottesfürchtiger Eltern und litt lebenslang an seinem Äußeren, seinem Übergewicht. Seine sexuellen Phantasien übertrug er auf seine Hauptdarstellerinnen und deren Rollen. Hitchcock stand auf kühle Blondinen wie Grace Kelly oder Tippi Hedren. Dabei führte er eine glückliche Ehe mit seiner Frau Alma, die auch sein wichtigster beruflicher Ratgeber war. Alfred Hitchcock hat Filmgeschichte geschrieben. Er lebte für seine Filme: "Ich muss Ihnen gestehen", sagte er, "die Liebe zum Kino ist mir wichtiger als jede Moral." Moderation: Kristine Thiele Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Geronimo oder Winnetou?

Indianerromantik diesseits des großen Teiches (2). Gestaltung: Christa Nebenführ Der österreichische Schauspieler Adi Hirschal taufte seinen Sohn zu Ehren des letzten Apachenhäuptlings auf den Namen "Geronimo", der Berliner Kieferorthopäde Winnetou Kampmann hat seinen Vornamen vom Vater geerbt und an seinen Sohn weitergegeben. Der erwählte Namenspatron des einen ist eine historische Figur, der des anderen eine Romanfigur. Doch die beiden Erscheinungsformen von Heldentum überschneiden sich in vieler Hinsicht. Wovon träumten und träumen die Menschen in der Alten Welt wenn sie den "Roten Mann" idealisieren und romantisieren? Was ersehnte Franz Kafka in seinem Kurzprosatext: "Wunsch, Indianer zu werden"? Wer einst kindlich naiv die von Karl May beschriebene Lebensweise Winnetous für Realität hielt, wandte sich nicht selten später den Ikonen Geronimo oder Sitting Bull zu. Ein historischer Kern bewahrt jedoch nicht vor Mythenbildung und idealisierenden Zuschreibungen. So gab es zwar im 17. Jahrhundert einen Häuptling der Mohegan namens Uncas, aber dieser hatte wenig Gemeinsamkeit mit der gleichnamigen Figur in der Lederstrumpf-Reihe des Amerikaners James Fenimore Cooper. Das verbreitete Indianerbild ist die Konstruktion eines eurozentrischen Weltbilds und verrät mehr über Europas kulturellen Hintergrund und Horizont als über Amerikas Ureinwohner. Christa Nebenführ hat einen Streifzug durch Museen, Literatur und Aufführungen unternommen und sich bei Völkerkundlern und "Indianerfreunden" erkundigt, wie viel die Dichtung über die Wahrheit verrät.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Sweet Soul Music

aretha franklinZum 50er - Vier Alben mit Black Power (2). Gestaltung: Stefan Niederwieser In Detroit drückt die Hitze, heißer als die Hölle soll es gewesen sein, sagen Augenzeugen. Es ist Sommer im Jahr 1967. In Detroit sind die Stadtviertel noch stärker segregiert als in den Südstaaten, Armut ist allgegenwärtig, Polizeigewalt ebenfalls. Bei einer nächtlichen Feier in einer illegalen Bar werden alle Feiernden von der Polizei verhaftet, ein Funke springt über, er entzündet sich, in der Hitze der Nacht brechen Unruhen aus. Manche sagen auch Rebellion zu diesen fünf Tagen, die folgen, oder Aufstand. Am Ende ist die Polizei nicht mehr Herr der Lage, die Nationalgarde muss einrücken, 43 Menschen sind tot, über tausend verletzt und noch mehr Gebäude sind zerstört. Detroit ist damals ein Zentrum afroamerikanischer Kultur. Das Label Motown produziert hier Hits am laufenden Band, auch die junge Aretha Franklin wohnt hier. Einige Kilometer weiter schreibt Curtis Mayfield in Chicago hoffnungsvolle, stolze Songs, während Sly The Family Stone an der Westküste multiethnischen Widerstand proben. In diesem Radiokolleg sollen große gesellschaftspolitischen Themen dieser Zeit anhand von vier Soul-Alben nacherzählt werden. *Sly Stone, Schwarze Kultur und das Konzept Soul* Soul war in eine breite Bewegung eingebettet, Schwarze Erfahrungen wurden diskutiert, es galt sich kulturell und wirtschaftlich zu ermächtigen. Soul war dabei ein ganzheitliches Konzept, das über Musik und Essen hinausging - zu sagen wie es ist, starke Gefühle haben, aufrichtig sein. Letzten Endes war Soul ein Konzept von Humanität. Sly and The Family Stone gaben ihm auf ihrem Album "Stand!" ein multiethnisches, widerständiges Antlitz.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

im westen nichts neuesBernhard Wicki Leben und Werk Erich Maria Remarque Im Westen nichts Neues Das Kalenderblatt 19.11.1862 Österreichischer Alpenverein gegründet Von Regina Fanderl Bernhard Wicki - Leben und Werk Autorin: Renate Kiesewetter / Regie: Als "besessenen Filmemacher" bezeichnete er sich selbst. Unbequem, unbeugsam, exzessiv fordernd: er schonte am Set ebenso wenig sich selbst wie auch seine Schauspieler im schöpferischen Prozess. Als sanftmütigen und liebevollen, mitunter auch melancholischen Menschen, beschrieben ihn Weggenossen und Freunde. Bernhard Wicki war Regisseur, Fotograph, Theater- und Filmschauspieler. Er wurde 1919 in Österreich geboren, war durch den Vater Schweizer, und wuchs zwischen den Weltkriegen in Österreich und Deutschland auf. Als Zwanzigjähriger erlitt er mehrere Monate lang im Konzentrationslager Sachsenhausen Haft und Folter. Weltweite Beachtung fand 1959 Bernhard Wickis Film "Die Brücke". Darin brachte der Regisseur in schockierenden Szenen das völlig sinnlose Opfer von 16-jährigen Jugendlichen in den letzten Tagen des Krieges auf die Leinwand. Und einem deutschen Kinopublikum nahe, das in der Zeit des "Wirtschaftswunders" der noch jungen Bundesrepublik, lieber Heimatkomödien und Liebesfilme ansah. "Die Brücke" wurde mit internationalen Preisen überhäuft - darunter gab es einen Golden Globe und eine Oscarnominierung. In den folgenden Jahrzehnten avancierte Bernhard Wicki mit 12 weiteren Filmen, meistens Kinovariationen literarischer Werke, zu einer der bedeutendsten Regisseure des Deutschen Films. Als sein Vermächtnis gilt sein letzter Kinofilm "Das Spinnennetz". Erich Maria Remarque - im Westen nichts Neues Autorin: Justina Schreiber / Regie: Petra Herrmann Erich Maria Remarques pazifistischer Roman "Im Westen nichts Neues" erschien 1929 in Buchform, also zehn Jahre nach dem Ende des ersten Weltkriegs. Der Autor, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Erich Paul Remark hieß, verarbeitete hier seine eigenen Erlebnisse als 19-jähriger Soldat an der Westfront. Da er allerdings bereits nach wenigen Wochen verwundet worden war, griff er für seine Geschichte vom Kriegsfreiwilligen Paul Bäumer auch auf die Erzählungen der Kameraden zurück, die er im Lazarett kennengelernt hatte. Der Roman erzählt aus der Sicht ganz gewöhnlicher Männer, wie traumatisierend sich die Kämpfe und der Anblick leichenbedeckter Schlachtfelder auswirkten und welche zerstörerischen psychischen Folgen ständiger Hunger und unentwegte Angst hervorriefen. Der Antikriegs-Roman, der 1930 in den USA verfilmt wurde, machte Remarque weltberühmt. Die Nazis jedoch verbrannten das Buch als "schädliches Schrifttum" und setzten den Film auf den Index. Moderation: Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

Am Horizont, wo sich die Perspektiven drehen. Feature von Kathrin Wimmer. Redaktion: Alfred Koch "Hier ist alles so, wie anderswo auf der Welt. Nur in einer kleineren Ausführung", sagt Lloyd Jones über seine Heimat Neuseeland. Viele Jahre reiste Jones als Journalist durch die Welt, es zieht ihn nach Europa, nach Asien und in die USA. Mit dreißig Jahren veröffentlicht er seinen ersten Roman "Gilmore"s Milchladen". 2006 erscheint "Mr. Pip", für den er den Commonwealth Writers" Prize erhält und auf die Shortlist für den Man Booker Prize kommt. Der Roman spielt auf der Insel Bougainville in Papua-Neuguinea, die während des Bürgerkriegs in den neunziger Jahren lange Zeit von der Außenwelt abgeriegelt war. Ein Krieg, den Lloyd Jones als Journalist miterlebte. In seinem Roman lässt er aus der Sicht eines 13-jährigen Mädchens von dem Lehrer Mr. Watts erzählen, der seiner Klasse aus dem Charles Dickens Roman "Great Expectations" vorliest. Der Text fließt immer mehr in den Alltag der jungen Zuhörer und Zuhörerinnen ein und verändert ihre Sicht auf die Welt. Zuletzt erschien sein Roman "Geschichte der Stille". Darin erzählt Jones von dem schweren Erdbeben, das Christchurch im Februar 2011 erschütterte. Die Betrachtung der fast völlig zerstörten Stadt wird für den Autor zu einer Suche nach der eigenen Vergangenheit, zu einer Reflexion über die verschwiegene Geschichte seiner Vorfahren - "als wären mit den verheerenden Erdstößen erst die Brüche und Lücken in Jones" eigener Familiengeschichte erkennbar geworden".
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

gelbwestenMehr Commercy - weniger Kommerz! Ein Jahr unten den Gelbwesten Von Claus Josten Regie: Fabian von Freier Produktion: Dlf/SWR Fast 500.000 Franzosen legten am 17. November 2018 gelbe Warnwesten an und blockierten den Verkehr im ganzen Land: Anlass war eine gravierende Erhöhung der Kraftstoffpreise. Auch an den folgenden Samstagen wurde protestiert. Im Dezember schien die Regierung Macron zu Zugeständnissen bereit. Aber dann ließ sie die Polizei mit aller Gewalt einschreiten. Mit einer Ökosteuer wollten Präsident und Regierung die Abschaffung der Vermögenssteuer ausgleichen. Das begriffen viele Franzosen als grobe Ungerechtigkeit. Denn Menschen ohne Vermögen haben nichts zu verlieren als ihre Kaufkraft für die Dinge des täglichen Lebens. Sie formierten sich in Gelb und bildeten im ganzen Land Hunderte lokale und regionale Gruppen. In Commercy, einem kleinen Ort in Lothringen, beschlossen die Gelbwesten, ein neues Konzept von direkter Demokratie zu wagen. Sie führten im Sommer regelmäßige Bürgerversammlungen ein, die konkrete Beschlüsse treffen und kontrollieren. Im Januar schon hatten sie eine Nationale Vollversammlung organisiert. Dazu kommen alle zwei Monate Gilet-Jaunes-Vertreter aus ganz Frankreich zusammen, um Politik jenseits der Parteien zu machen. Funktioniert dieses Modell? Der Autor hat sich das ein Jahr lang angesehen. Mehr Commercy - weniger Kommerz!
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Nida-RümelinDeutschlands Akademisierung Für alles einen Master, bitte! Von Armin Himmelrath Als der Philosoph Julian Nida-Rümelin im Herbst 2014 das Schlagwort vom "Akademisierungswahn" in die Welt setzte, wurde er gefeiert - als Verteidiger der dualen Ausbildung. Sein Credo: Erfolgversprechender als ein Studium sei der nichtakademische Weg über Lehre und Berufspraxis. Doch die steigende Zahl der Abiturienten - vor allem Abiturientinnen - ist mehr als nur Ausdruck einer weit verbreiteten Bildungspanik, wie es der Soziologe Heinz Bude formuliert: Sie belegt, dass Eltern sehr genau verstanden haben, nach welchen Kriterien beruflicher Erfolg verteilt wird. Ein möglichst hoher Schulabschluss gehört dazu. Ohnehin setzen immer mehr Berufe auf Akademisierung, etwa bei der Ausbildung von Hebammen, Erzieherinnen und Erziehern oder Polizeibeamten. Wie weit ist die Verwissenschaftlichung der Berufe im Land bereits fortgeschritten? Wann werden Nichtakademiker zur Minderheit in Deutschland? Fünf Jahre nach Nida-Rümelins Diagnose - eine Bilanz.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

autoOhne Auto leben?! Ein AUTO-biographisches Feature Von Günther Wessel NDR 2019 Ich kaufte im Frühsommer 1979 mein erstes Auto. Im Sommer 2018 habe ich dann mein letztes verschenkt. Dazwischen liegen fast 40 Jahre, in denen Autos erst unendliche Freiheit bedeuteten, dann zur Notwendigkeit wurden und schließlich zum Ärgernis. Langsam gelangt die Autoliebe an ihr Ende. Etwa 46 Millionen privater PKW verstopfen Deutschlands Straßen. Sie sorgen für Staus, Lärm und Gesundheitsbelastungen. Dazu sind täglich neun Todesopfer im Verkehr zu beklagen. Gibt es Alternativen? Wie kann moderne Mobilität funktionieren? Wie schaffte es Kopenhagen weitgehend autofrei zu werden? Sie finden das Feature in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter
Dienstag 20:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Prix Europa 2019 A sense of Quietness (Best Radio Documentary 2019) Von Eleanor McDowall Regie: Eleanor McDowall Ton: Mike Woolley Produktion: Falling Tree Productions für BBC Radio 4 2018 Länge: 27"30 Helena (Digital Audio Rising Star 2019) Von Elena Zieser Regie und Schnitt:Elena Zieser Mit:Hella Vahl und Bettina Wiehler Musik und Komposition:Niklas Kammermeier Gesang:Bettina Wiehler, Hella Vahl, Elke Schröder, Rosemarie Kaiser und der Gostenhofer Gesangsverein Produktion: Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar 2019 Länge:25"11 (gekürzte Fassung) Wir stellen das Siegerstück des Prix Europa 2019 in der Kategorie Radio Documentary vor: "A sense of Quietness" aus England. Das deutsche Hörspiel "Helena" wurde zum Digital Audio Rising Star gekürt. Der Prix Europa zeichnet jedes Jahr die besten europäischen Medienproduktionen aus. Das Festival fand in diesem Jahr vom 6. bis 12. Oktober in Potsdam statt. A sense of Quietness: Lange Zeit hatte Irland eines der strengsten Abtreibungsgesetze der Welt. Das Feature "A sense of Quietness" verwebt die Geschichten von vier Frauen, deren Leben von diesem strikten Verbot geprägt sind. Ihre Erzählungen münden alle in dem historischen Referendum 2018/2019, als eine überraschend deutliche Mehrheit der Iren für eine Lockerung des Gesetzes gestimmt hat. "A sense of Quietness" wurde von der Prix Europa Jury als akustisches Juwel bezeichnet, das einen vom ersten Satz an fesselt und mitnimmt. Eleanor McDowall, geboren 1985 in London, arbeitet seit Jahren als Autorin und Regisseurin für Radiofeatures. Für BBC Radio 4 betreut sie die Sendung Short Cuts für Kurzdokus, die 2017 und 2018 mit dem Gold Award Best Radio Podcast ausgezeichnet wurde. Außerdem ist sie Gründerin der internationalen Feature- und Hörspielplattform Radio Atlas. Helena: Das Hörspiel "Helena" erzählt von einer Freundschaft zwischen zwei jungen Frauen, die von intimster Nähe und Verbundenheit geprägt ist. Bis sie zerbricht. Jahre später erhält eine der Freundinnen ein Diktiergerät mit aufgezeichneten Traumprotokollen von der anderen. Es entsteht eine radiofone Reflektion von Freundschaft und Liebe und der unkontrollierbaren Kraft zwischenmenschlicher Nähe. Elena Zieser, geboren 1989 in Nürnberg, lebt und arbeitet in Berlin. Seit ihrem Studium der Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar, mit Schwerpunkt am Lehrstuhl für Experimentelles Radio, arbeitet sie als selbstständige Künstlerin im Bereich Hörspiel und Klangkunst für Radio, Museen und Theater. Außerdem leitet sie Workshops und Lehrveranstaltungen zum Thema Sounddesign, Produktion und Audioschnitt. Prix Europa 2019
Dienstag 22:03 Uhr

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SWR2

SWR2 lesenswert Feature

max frischDer Berg rutscht Max Frisch im literarischen Vorgarten des Anthropozäns Max Frischs 1979 veröffentlichte Erzählung "Der Mensch erscheint im Holozän" entbirgt ihren hellsichtigen Parabelcharakter erst im heutigen Erdzeitalter des Anthropozän. Kultur, Zivilisation, Geschichte wurden durch den Holozän genannten geologischen Glücksfall möglich, der vor elftausend Jahren einsetzte. Mit der Veränderung von dessen Parametern aufgrund der Einspeisung von Emissionen wird eine Dynamik mit unkalkulierbaren Folgen in Gang gesetzt. Der Weitsicht des Autors kommt das Verdienst zu, diese Abhängigkeit von planetarischen Verhältnissen vor Jahrzehnten literarisch in Szene gesetzt zu haben.
Dienstag 22:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg


Dienstag 22:08 Uhr

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