Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Jörg Trauboth

Luftwaffenoberst, Internationaler Krisenmanager und Berater in Erpressungs- und Entführungsfällen, Notfallseelsorger, Sachbuch- und Krimiautor: Jörg Trauboth flog Phantom- und Tornados-Kampfjets, jetzt ist er mit dem Sportflugzeug unterwegs. Ein Leben mit Vollgas, zwischen Adrenalin und Romantik, in dem Fliegen und Bücher zusammenkommen - wie bei seinem Lieblingsautor Antoine de St. Exupéry.

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Sechs Wochen Im Frühling Von Christof Boy, Hildegard Kriwet und Georg Wieghaus Semi-dokumentarische Corona-Chronik Lisa: Martina Gedeck Punkerin: Justine Hauer Literarische Texte: Jona Mues Amerikaner: Eric Carter Sarah: Smilla Rilinger Sprecherinnen: Uschi Hansmann, Ursula Wüsthof und Gabriele Schulze Sprecher: Mohammad-Ali Behboudi, Markus J. Bachmann und Matthias Zera Und viele andere Regie: Claudia Johanna Leist und Christof Boy Produktion: WDR 2021

Montag 19:30 Uhr Ö1

On stage

Fabian Rucker Quintett beim Jazzfestival Leibnitz 2020 Der Salzburger Fabian Rucker gilt schon länger als eine der heißesten Aktien unter Österreichs Jazzsaxofonisten, mit der Veröffentlichung seines Quintett-Debüts "Hypocritical Mass" (2019) hat er sich auch als Bandleader in die erste Reihe österreichischer Vorzeige-Jazzer gespielt. Am 3. Oktober 2020 demonstrierte Rucker dies im Hugo-Wolf-Saal des Kulturzentrums Leibnitz eindrucksvoll: Unterstützt von Chris Neuschmid (Gitarre), Philipp Nykrin (Klavier), Andreas Waelti (Kontrabass) und Andreas Lettner (Schlagzeug), choreografierte Rucker an Alt- und Tenorsaxofon komplexe, sich in weiten Bögen entfaltende Kompositionen, immer wieder energetisiert von wuchtigen rhythmischen Riffs und virtuosen, hochexpressiven Soli. Ein Höhepunkt des von Otmar Klammer kuratierten Jazzfestivals Leibnitz 2020! Gestaltung: Marlene Schnedl

Montag 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Molde Jazz Domkirke, Molde Aufzeichnung vom 16.07.2020 Solveig Slettahjell & Band: Solveig Slettahjell, Gesang Andreas Ulvo, Piano Trygve Waldemar Fiske, Kontrabass Pal Hausken, Schlagzeug Moderation: Carsten Beyer Von Monk bis Waits - das Universum der Solveig Slettahjell. "Es muss nicht perfekt sein, aber besonders." - das ist das Motto von Solveig Slettahjell. Die norwegische Sängerin gehört zu den ganz großen Stimmen Skandinaviens. Bereits mit ihrem Debutalbum "Slow Motion Orchestra" (2001) gelang ihr vor 20 Jahren der Durchbruch. Seitdem bewegt sie sich mit großer Selbstverständlichkeit zwischen Jazz, Pop und Folk hin und her, schreibt eigene Lieder und bearbeitet die Klassiker von Tom Waits bis Thelonius Monk. Doch was auch immer sie singt, ihre eigene Handschrift ist unverkennbar: Präzise intoniert sind ihre Songs, mit messerscharfer Phrasierung und gleichzeitig voller Wärme und Intimität. "Eine Stimme, warm wie ein alter Bollerofen", schrieb Stefan Hentz in der Zeit und das US-amerikanische Billboard Magazin urteilte: "The biggest thing to happen in jazz since Diana Krall". Von Monk bis Waits

Montag 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Die Forsyte-Saga (1/9) Der wilde Freibeuter Von John Galsworthy Aus dem Englischen von Luise Wolf und Leon Schalit Mit Hanns Zischler, Rosel Zech, Grete Wurm, Gunnar Möller, Udo Schenk, Irina Wanka, Timothy Peach, Sophie von Kessel, Siemen Rühaak und anderen Komposition: Henrik Albrecht Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann BR 2002 Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Im Vorwort zur 1922 erschienenen Gesamtausgabe erklärt John Galsworthy, er habe in der Forsyte-Saga den gehobenen Mittelstand "konserviert" und "unter Glas zur Schau gestellt". Seine weitverzweigte Forsyte-Familie verkörpert jenes merkantile Bürgertum, das im England der Neuzeit stets das eigentliche Rückgrat der herrschenden Klasse gewesen ist. Galsworthy porträtiert in dem von 1886 bis 1920 spielenden Roman-Zyklus ebenso typische wie faszinierende Charaktere aus vier Generationen. Er beginnt mit einem glanzvollen Empfang anlässlich der Verlobung von June Forsyte mit dem Architekten Philip Bosinney. Aber ist der rebellische Künstlertyp ohne Geld und Beziehungen für die Enkelin des "alten" Jolyon Forsyte wirklich der Richtige? Nicht-funktionierende Ehen schaden dem guten Ruf des Familienclans. Wie damals vor fünfzehn Jahren, als Junes Vater Frau und Kind verließ, um mit einer Gouvernante durchzubrennen. Die er dann - nach dem Tod seiner Gattin - tatsächlich heiratete! Natürlich wurde Jo, der "junge" Jolyon, enterbt und niemand hat mehr Kontakt mit ihm. Allerdings scheint auch die Ehe seines Vetters Soames kein Erfolg zu sein. Irene, die Frau des Rechtsanwalts, ist sehr schön, aber sie haben keine Kinder. Und man munkelt, sie bestehe neuerdings auf einem eigenen Schlafzimmer... John Galsworthy (1867-1933), englischer Schriftsteller. Weltruhm mit der Roman-Trilogie Die Forsyte-Saga (veröffentlicht 1906- 21). 1932 Literaturnobelpreis. Gleichnamige TV-Verfilmungen in 26 Folgen (BBC 1967) und 10 Folgen (ITV 2002/03).

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Gespräch mit meiner Mutter

Hörspiel von André Herzberg Was bleibt dem Sohn, nachdem er seine Mutter begraben hat, außer Ratlosigkeit? Erinnerungen natürlich: An seine Kindheit und Jugend, an ihre Fürsorglichkeit und Bevormundung. Auch an ihr eigenes Leben vorher und nachher, soweit er davon weiß. An die Zeit des Alters, der Krankheit, schließlich der letzten Tage. Erinnerungen und womöglich viel Kram: Briefschaften, Akten, Zeugnisse, Fotos. Anhaltspunkte, aus denen der Sohn A.H. sich die Biografie seiner Mutter zu vergegenwärtigen versucht: Die jüdische Berliner Familie, aus der sie kommt. Die Emigration nach England. Die Arbeit für die Kommunistische Partei. Dann im Osten Deutschlands eine Laufbahn als Staatsanwältin, mit drei Kindern und, wie man noch nicht sagte: alleinerziehend. Später die Jahre beim Weltfriedensrat in Helsinki, nach "89 der Bruch mit der PDS. Was auch bleibt: Das dringende Bedürfnis nach einem Gespräch - einem Gespräch über all das, was ein Leben lang in der Luft lag und nie ausgesprochen wurde. Nach einem Gespräch, für das es zu spät ist, und das man trotzdem nachzuholen versucht. André Herzberg, geboren in Berlin 1955, ist vor allem als Musiker und Sänger bekannt. Als Frontmann von "Pankow" gehörte er zu den Protagonisten der Ostrock-Szene. Neben seiner 1991 einsetzenden Solo- Karriere ist er auch als Autor hervorgetreten: mit dem Erzählungsband "Geschichten aus dem Bett" (2000) und dem autobiografischen Roman "Mosaik" (2004). 2007 produzierte der DLF sein Hörspiel "Die wundersame Geschichte eines Ostrockers, erzählt von ihm selbst". Regie: Götz Fritsch Komponist: André Herzberg Produktion: MDR/DLR Kultur 2011 Sprecher: André Herzberg - André Herzberg Corinna Harfouch - Mutter Deborah Kaufmann - Großmutter Peter Ambros - Schwiegervater Frank Sieckel - Staatsanwaltschaft Andreas Keller - Firma Landsberger Oliver Urbanski - Sohn Wolf-Dietrich Rammler - Hilfsstaatsanwalt Jörg Pose - Stimme Bürokratie Kathleen Morgeneyer - Doris Wetterhahn (54 Min.)

Montag 22:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub NDR Blue in Concert

Heute mit Talco (1/2) Die italienische Ska-Band aus Marghera, Venedig, macht seit Anfang des Jahrtausends Musik. Eigentlich wird dazu immer ausgelassen getanzt, beim Reeperbahn Festival 2020 war das allerdings Corona-bedingt nicht möglich. Dennoch oder vielleicht auch wegen dieser Umstände war der Auftritt der Band bei Europas größtem Clubfestival bemerkenswert. Wir haben für Sie den Mitschnitt von Talco auf der Village Stage beim Reeperbahn Festival 2020.

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Kreuzeder und der Tote im Wald Von Jörg Graser Regie: Stefan Dutt Mit: Sigi Zimmerschied, Luise Kinseher, Michaela May, Christian Alexander Rogler, Martin Engler, Michal Sykora, Marian Funk, Wilfried Hochholdinger, Robert Frank, Felix von Manteuffel, Lena Vogt, Peter Weiß, Christian Gaul, Maria Peschek, Hermann Leppich Ton und Technik: Alexander Brennecke, Susanne Beyer Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012 Länge: 56"20 Als der ermittlungsmüde Kommissar Kreuzeder eine Leiche in Grenznähe findet, kommt ihm eine Idee: Er schleift den Toten auf die tschechische Seite, sollen die sich doch kümmern. Doch damit fangen die Probleme erst an. Polizeipsychologin März informiert Kriminalrat Kreuzeder, dass in der Nähe zur tschechischen Grenze eine Leiche gefunden wurde. Kreuzeder mag sich am Sonntag nicht mit einem Mord befassen. Außerdem leidet er mal wieder an den Auswirkungen eines Alkoholrausches. Um den Fall nicht bearbeiten zu müssen, schleppt er den Toten über die Grenze nach Tschechien. Doch das hilft ihm nicht. Die dortige Polizei bittet prompt um Amtshilfe, denn die Spuren führen nach Deutschland. Der Tote, Max Krobel, wurde mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Er war Hausmeister einer Schule und wenig beliebt. Die Art und Weise, wie er ums Leben kam, spricht für einen Auftragsmord. Jörg Graser, 1951 in Heidelberg geboren, ist studierter Politologe und Absolvent der Münchner Filmhochschule. Er hat als Film- und Fernsehregisseur gearbeitet und schreibt Drehbücher, Theaterstücke und Hörspiele, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Deutschlandradio produzierte auch "Kreuzeder" (2010), "Kreuzeder und die Kellnerin" (2011) sowie "Kreuzeder und der Dschihad" (2017). Der Autor lebt in München und im Bayerischen Wald. Kreuzeder und der Tote im Wald

Montag 22:05 Uhr SWR2

SWR2 Essay

Rituale - Nabelschnur zum Göttlichen Von Michael Schäfermeyer Rituale bringen Ordnung ins tägliche Chaos; sie schaffen Verlässlichkeit, wirken vertrauensbildend, stiften Sinn und konstituieren Gemeinschaft. Wenn es so etwas gibt wie eine durchgängige Motivation bei der Konstitution von Ritualen, dann diejenige, dass Menschen der unterschiedlichsten Zeiten und Weltgegenden die Immanenz ihres Daseins noch nie gereicht hat. Und dass sie einer Instanz bedürfen, die ihr physisches Leben transzendiert. Etwas, das größer, stärker, weitblickender und vollkommener ist als sie selbst.

Montag 22:05 Uhr Bayern 2

Eins zu Eins. Der Talk

Stefan Parrisius im Gespräch mit Leela Goldmund, Autorin. Leela ist sieben Jahre alt, als ihre Eltern Ende der 1970er Jahre der Bhagwan-Sekte beitreten. Gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester lebt sie dann in verschiedenen Sannyassin-Kommunen in verschiedenen Ländern. Geträumt habe sie aber immer von einem "Leben mit Mama, Papa, Haus und Katz".

Montag 23:05 Uhr Bayern 2

Nachtmix

Blue Monday Musik von Messer, Fimber Bravo und Damon Locks Black Monument Ensemble Messer zählen zu den neueren, deutschen Gitarrenbands der härteren Schule mit deutschen Texten. Nun legt die Band um den Sänger Hendrik Otremba ein Album in einer neuen, ungewohnten Fassung vor: Auf "No Future Dubs" haben sie die Songs von ihrem finnischen Produzenten-Kumpel Toto Belmont remixen lassen, als Dub-Versionen. Die Stimme und wenige Original-Spuren verleihen Messer nun ein ganz anderes Erscheinungsbild. Hörenswert! Das gilt auch für ihn: Fimber Bravo gehört zu den wenigen bekannten Steel Drum-Spielern im Pop. Er begann mit der Energie der Black Power-Bewegung der 60er auf Trinidad und wurde in den 70ern mit der 20th Century Steel Band und ihrem Caribbean-Funk nicht nur in England bekannt. Auf seinem neuen Solo-Album lädt die in London lebende Legende nun jüngere MusikerInnen ein: von Bands wie Hot Chip, Vanishing Twin oder The Horrors. Und afrikanischen Musiker, die Fans seiner Steel Pans sind. Toll III: Damon Locks & Black Monument Ensemble zählen zu den Formationen, die dem Chicagoer Jazz-Label International Anthem auch in Europa einen Namen gaben - neben Makaya McCraven, Ben LaMar Gay oder Angel Bat Dawid. Die beiden Letztgenannten wirken auch auf dem neuen, zweiten Album "Now" des Black Momument Ensemles mit. Damon Locks hat auch sechs Sängerinnen eingeladen, seine Kompositionen zu singen. In der Blue Monday-Ausgabe mit Ralf Summer hören wir außerdem die Gorillaz (das Debüt wird 20), Toada (ein Portugiese in Berlin), Emanative & Liz Elensky.

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